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In der Zeitschrift Frontiers in Integrative Neuroscience (IF: 2.763) ist folgendes Forschungsthema offen für Publikationen:

Mind-body medicine and its impacts on psychological networks, quality of life, and health

Das Thema wird herausgegeben von Prof. Dr. Georg Seifert und Dr. Steffen Schulz (beide Charté Universitätsmedizin Berlin) sowie Prof. Dr. Dirk Cysarz (Universität Witten/Herdecke). Reichen Sie gerne ein thematisch passendes Manuskript ein.

Einleitung

Eine Arbeitsgruppe des Integrierten Begleitstudiums Anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke bearbeitet wissenschaftlich die Analyse zeitlich-rhythmischer Strukturen in Biosignalen bzw. physiologischen Signalen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Herzrhythmus, der Herzschlag für Herzschlag aus EKG-Aufzeichnungen extrahiert wird. Zum Teil wird die Analyse auch mit anderen Signalen kombiniert, etwa dem Atemrhythmus, der aus einem Atemsignals extrahiert wird.

Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit ist die Entwicklung, Implementierung und Anwendung von Methoden zur Analyse von Zeitreihen des Herz- und Atmungsrhythmus. Dazu gehören Standardverfahren der Herzratenvariabilität* (engl. 'heart rate variability', auch Herzfrequenzvariabilität) mit den etablierten Methoden (Spektralanalyse, Symbolische Dynamik und weitere). Neben den Analysen der einzelnen Zeitreihen werden auch die Synchronisation bzw. Koordination dieser beiden rhythmischen Funktionen untersucht (kardiorespiratorische Synchronisation).

Die verschiedenen Analysemethoden sind geeignet für den Nachweis von Medikamenten- und nicht-medikamentösen Therapiewirkungen, die sich in Herzrhythmus und/oder der Atmung - und damit in der Herzkreislaufphysiologie wiederspiegeln. So konnte mit diesen Verfahren gezeigt werden, dass die Anthroposophischen Sprachtherapie und die Eurythmie-Therapie bzw. Heileurythmie Simultanwirkungen (Wirkungen während der Durchführung der Therapie) auf den Herzrhythmus zeigen. Bei korrekter Durchführung dieser Therapien wird also unmittelbar auch die Herzkreislaufphysiologie beeinflusst.

Eine Liste unserer Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu den o.g. Themen finden Sie unter Publikationen.

Haben Sie Fragen bezüglich unserer Themen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

* Korrekt sollte es Herzperiodenvariabilität ('heart period variability') genannt werden, da die Berechnungen auf der Herzperiode beruhen, also auf dem zeitlichen Abstand zwischen aufeinander folgenden Herzschlägen. In der Literatur wird 'heart rate variability' sehr häufig synonym zu 'heart period variability' verwendet.

 

Prof. Dr. rer. nat. Dirk Cysarz
- Integriertes Begleitstudium Anthroposophische Medizin
- Institut für Integrative Medizin
Fakultät für Gesundheit, Department für Medizin
Universität Witten/Herdecke
Gerhard-Kienle-Weg 4
D-58313 Herdecke

 

ORCID iD iconhttps://orcid.org/0000-0001-8303-0261